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Historischer Gartenfriedhof in Hannover




Baum und Zaun: Natur und Kultur - ineinandergewachsen
© Hansjörg Küster

Beschreibung

Städtischer Gartenfriedhof – gerettet durch Bürgerinitiative

Der heute noch rund 8000 m² große Friedhof war vor seiner Schließung etwa doppelt so groß. Trotzdem: Rund 400 historische Grabmale sind erhalten, ein großes Entdeckungspotential! Die meist im klassizistischen Stil gestalteten Werke sind mit ihrem plastischen Schmuck nicht nur schön anzusehen, sondern machen den Gartenfriedhof zu einem wichtigen Ort klassizistischer Baukultur in Deutschland. Zudem bietet die parkähnliche Anlage mit ihren zahlreichen Bäumen eine Möglichkeit der Naherholung für die Bevölkerung. Dass dies der Fall ist, ist der Initiative der Hannoveraner Bürgerinnen und Bürger zu verdanken. Der von ihnen gebildete "Freundschaftskreis" hat den nach der Auflassung verwahrlosten Friedhof mit Unterstützung einiger Verbände und Organisationen wieder aufgewertet und ist ein Vorbild für alle Schützer von Natur- und Kulturdenkmälern. Diese Entwicklung zeigt, dass auch verantwortungsvoll mit öffentlichen Gütern umgegangen werden kann.

Lage

Der historische Gartenfriedhof Hannover liegt inmitten des Stadtzentrums und bildet, umrandet von Straßen und Häusern, eine auflockernde Grünfläche.

Geschichte

Im Jahr 1738 führten Beschwerden über die Missstände auf den innerstädtischen Friedhöfen zur Suche nach einem Areal für eine neue Bestattungsanlage. Der sogenannte "Rosengarten", vor dem Aegidientor gelegen, bot sich an und wurde daher 1741 von der Stadt Hannover angekauft. Hier lebten die "Gartenkosaken" , so dass sich bald die Bezeichnung "Gartenfriedhof" etablierte. Es war eine schlicht gestaltete Anlage, "mit einer Haynbüchen Hecke umgeben", wie es in den Quellen heißt. Die Belegungen erfolgten dicht an dicht, da es galt, jeden Quadratmeter zu nutzen. Im Jahr 1749 wurde die zum Friedhof gehörende Gartenkirche St. Marien eingeweiht, die 1891 durch eine neugotische Hallenkirche ersetzt wurde. Weil sich die Stadt Hannover schnell ausbreitete und um den Friedhof herum wuchs, waren Erweiterungen nicht mehr möglich. Der Friedhof erreichte seine Kapazitätsgrenzen und wurde im Jahr 1864 aufgelassen. Übliche Probleme aufgelassener Friedhöfe wie Vernachlässigung, Zerstörung, Nutzungskonflikte, aber vor allem der Verfall von Grabmälern, setzten ein. Unter Federführung des Niedersächsischen Heimatbundes kam es in den 1950/60er Jahren deswegen zur Bildung eines "Freundeskreises", der sich um den Friedhof kümmerte. So wurde beispielsweise 1984 bis 1889 mit dem Bau eines Zauns um den Friedhof herum ein wichtiger Schritt getätigt.

Heute ist der Friedhof wieder in gutem Zustand und wird besonders an Sonnentagen viel besucht.

Fotogalerie

Baum und Zaun: Natur und Kultur - ineinandergewachsen
© Hansjörg Küster
Vorplatz der Gartenkirche
© Axel Hindemith
Grabmal von Georg Wilding, Fürst von Butera Radali
© Katanga


Adresse:
Arndtstraße 1
30167 Hannover
Bundesland: Niedersachsen

Öffnungszeiten:
15.03. bis 31.10.: 08:00 bis 20:00 Uhr
01.11. bis 14.03.: 09:00 bis 17:00 Uhr

Literatur- und Internetquellen zum Weiterlesen:




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