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Friedhof Ludwigslust




Das Eingangsportal, der berühmte Pylon-Bau
© Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Ludwigslust

Beschreibung

Stadtfriedhof mit einzigartigem Eingangsportal

Charakteristisch für den Ludwigsluster Friedhof sind seine aus regelmäßig angelegten rechteckigen Grabfeldern gebildete Struktur sowie die üppige Durchgrünung, vor allem mit Alleen. Besonders die Grabower Allee fällt auf, weil sie mit ihren Säuleneichen den Weg zwischen Ostausgang und Hauptportal markiert. Mindestens so charakteristisch wie die Struktur ist allerdings das Eingangsportal des Friedhofs, eine baukulturelle Seltenheit in Deutschland: Das 1791/92 errichtete Bauwerk besteht nämlich neben dem eigentlichen Tor aus zwei geböschten pylonenartigen Türmen , die von kräftigen Traufgesimsen und flachen Zeltdächern abgeschlossen werden. Das aus verschiedenen Natursteinen bestehende Tor ist durch diese Gestaltung eine Beispiel für die im 18. Jahrhundert aufkommende "Ägypten-Mode" und somit ein einzigartiges Zeugnis deutscher Baukultur und der Verarbeitung exotischer Motive. Möglicherweise sollte damit auf das antike Ägypten und den dortigen Jenseitsglauben angespielt werden.

Lage

Ludwigslust liegt 35 km südlich von Schwerin und war von 1764 bis 1837 Residenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge . Der Friedhof liegt im Zentrum der kleinen Residenzstadt.

Geschichte

Der Stadtfriedhof wurde in den 1760er Jahren unter Friedrich dem Frommen erbaut. 1770 folgte im Westen der Anlage der Bau einer Kirche, die aus Angst vor einem Blitzeinschlag ohne hohen Glockenturm gebaut wurde, so dass der Glockenturm später in das Eingangstor integriert und 1791/92 samt Friedhofsmauer fertiggestellt wurde. Nachdem die Bevölkerung Ludwigslusts im 19. Jahrhundert rapide anwuchs, wurden 1829 und 1848 Erweiterungen des Friedhofs vorgenommen. 1931 kam es zum Bau einer Friedhofskapelle und über das ganze 20. Jahrhundert hinweg zur Errichtung von Denkmälern für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Weiter Erweiterungen ließen die Fläche des Friedhofs um das Fünffache seiner ursprünglichen Größe, d.h. auf heute 7,6 Hektar, anwachsen.

Fotogalerie

Das Eingangsportal, der berühmte Pylon-Bau
© Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Ludwigslust
Blick durch das Eingangsportal in die Eichenallee
© Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Ludwigslust
Allee im Winter
© Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Ludwigslust


Adresse:
Friedhofsweg 6
19288 Ludwigslust
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Öffnungszeiten:
Keine Öffnungszeiten angegeben.

Literatur- und Internetquellen zum Weiterlesen:
  • Bund Heimat und Umwelt (BHU) (Hg.) (2007): "Historische Friedhöfe in Deutschland". Bonn. S. 98-99.




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