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Bornstedter Friedhof Potsdam




Eingangsseite der Kirche
© Karstenknuth

Beschreibung

Preußische (Friedhofs-) Geschichte miterleben

Der Bornstedter Friedhof Potsdam gehört zu den bedeutendsten Friedhöfen Brandenburgs. Wegen seiner Nähe zum Schloss Sanssouci besteht eine enge Verflechtung mit der preußischen Monarchie. Viele Persönlichkeiten des Hofes liegen hier begraben und sind mit für das 18. und 19. Jahrhundert typischen Grabsteinen gewürdigt worden. Theodor Fontane brachte es auf den Punkt: "[...] was in Sanssouci stirbt, das wird in Bornstedt begraben". Auffällig ist hierbei die unregelmäßige Belegungsstruktur, die bis 1850 typisch für Friedhöfe in Brandenburg war. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Kirche: Der heutige Bau, der dritte an dieser Stelle, entstand 1854/55 nach Plänen von Friedrich August Stüler und wurde 1881/82 von Reinhold Persius verändert; die Innenausstattung ist einzigartig. Ein weiteres Kleinod ist am Rande des alten Kirchhofs zu finden: Der von einer Pergolenmauer separierte Privatfriedhof der Hofgärtnerfamilie Sello birgt hauptsächlich die Gräber der Familie, stellt allerdings auch die letzte Ruhestätte vieler Hofgärtner von Sanssouci dar. So wurde zum Beispiel der königlich-preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné hier begraben.

Lage

Der Bornstedter Friedhof Potsdam liegt im Nordwesten Potsdams unmittelbar am nördlichen Rand des Parks von Sanssouci und in direkter Nachbarschaft zu den Gebäuden des ehemals königlichen Kronguts an der Ribbeckstraße.

Geschichte

Erstmals 1599 urkundlich erwähnt, entwickelte sich der ursprünglich kleine Kirchhof des Dorfes Bornstedt schon bald für die Bürger Potsdams zum bevorzugten Begräbnisplatz und wurde dann vornehmlich im 18. und 19. Jahrhundert zur letzten Ruhestätte auch für viele hochrangige Persönlichkeiten, Hofbeamte und Bedienstete am preußischen Hof im nahe gelegenen Sanssouci . Auf Grund der zahlreichen Fremdbestattungen aus der Stadt Potsdam wie auch vom Hofe war bald die Aufnahmefähigkeit des alten Dorfkirchhof erreicht, so dass sich immer wieder Platzprobleme ergaben. Deswegen kam es in der 400jährigen Geschichte des Friedhofes zu zahlreichen Erweiterungen: 1733/34, 1855, 1879, 1884, 1892 und 1904-1910 erfolgten Vergrößerungen des Areals, das jetzt an den Park des Schlosses Sanssouci angrenzt. 1975 wurde der Friedhof Gartendenkmal und 1999 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Fotogalerie

Eingangsseite der Kirche
© Karstenknuth
Der Familienfriedhof der Familie Sello
© Karstenknuth
Bronzeplastik auf dem Heldenhain des Bornstedter Friedhofs
© Karstenknuth


Adresse:
Bornstedter Friedhof Potsdam
Ribbeckstraße
14469 Potsdam
Bundesland: Brandenburg

Öffnungszeiten:
Durchgehend geöffnet

Literatur- und Internetquellen zum Weiterlesen:
  • Bund Heimat und Umwelt (BHU) (Hg.) (2007): "Historische Friedhöfe in Deutschland". Bonn. S. 60-61.




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