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Alter St. Matthäus-Friedhof




Blick auf den Campo Santo der Familie Hansemann - eine regelrechte Grab-Stadt
© Manfred Brückels

Beschreibung

Panorama deutscher (Kunst-)Geschichte

Der 1855 eingefriedete Friedhof wird durch ein kreuzförmiges Wegesystem gegliedert, dessen axialer Hauptweg vom Eingang aus den Hang hinauf zum Plateau von Teltow verläuft. Linden und Rosskastanien des 19. Jahrhunderts zieren die Wege und erheben ihre Kronen über Werken von hohem künstlerischem Niveau. Einzigartige und historische Grabmale, Schmiedearbeiten und Gebäude sind, neben der Fülle der Natureindrücke, das größte Merkmal dieses Friedhofs. Besonders auffällig sind dabei die Werke der Sepulkralkultur aus dem Zeitraum zwischen 1856 und den 1920er Jahren. Das kleine Campo Santo , in diesem Fall ein Privatfriedhof der Familie Hansemann, ist in diesem Zusammenhang als besondere Sehenswürdigkeit zu nennen. Durch seinen Denkmälerbestand ist der Friedhof ein Panorama der Friedhofsgestaltung im 19. Jahrhundert. Doch nicht nur historisch gesehen hat der Alte St. Matthäus-Friedhof viel zu bieten: Auch im 21. Jahrhundert sind neue Projekte verwirklicht worden, darunter der Garten der Sternenkinder, ein Grabfeld für Tod- und Fehlgeburten. Ein abwechslungsreicher Friedhof mit verschiedensten Grabstätten und viel Grün.

Lage

Die Friedhofsanlage erstreckt südwestlich des Berliner Zentrums in Nord-Süd-Richtung aus dem Berliner Urstromtal hinauf zum Plateau von Teltow.

Geschichte

1854-1856 entstand die Friedhofsanlage für die wohlhabende evangelische St. Matthäus-Gemeinde und war schon nach kurzer Zeit komplett belegt. Daher wurde 1863 nach Osten und 1866 nach Westen erweitert, so dass der auch wegen seines Erscheinungsbild sehr populär gewordene Friedhof mehr Grabplätze bieten konnte. 1906-1909 baute Carl Tesenwitz eine Trauerhalle im Stil der italienischen Renaissance und des Barock. Infolge der Hauptstadtplanung für "Germania" unter der NS-Diktatur wurden Teile des nördlichen Friedhofs eingeebnet, womit viele Grabmale zerstört wurden. Der Zweite Weltkrieg verhinderte dann die komplette Aufhebung des Kirchhofs, brachte allerdings auch den Verlust vieler Monumente mit sich. 1945 wurden in Gedenken an die Gefallenen Sonderfelder und Denkmäler errichtet. Seit 1976 bestehen intensive Bemühungen zur Erhaltung des Grabmälerbestandes.

Fotogalerie

Blick auf den Campo Santo der Familie Hansemann - eine regelrechte Grab-Stadt
© Manfred Brückels
Die neubarocke Friedhofskapelle
© Manfred Brückels
Blick in eine der vielen Alleen
© Bahrs


Adresse:
Großgörschenstraße 12-14
10829 Berlin
Bundesland: Berlin

Öffnungszeiten:
Januar und Dezember: 08:00 bis 16:00 Uhr
Februar und November: 08:00 bis 17:00 Uhr
März und Oktober: 08:00 bis 18:00 Uhr
April und September: 08:00 bis 19:00 Uhr
Mai bis August: 08:00 bis 20:00 Uhr


Literatur- und Internetquellen zum Weiterlesen:
  • Bund Heimat und Umwelt (BHU) (Hg.) (2007): "Historische Friedhöfe in Deutschland". Bonn; S. 45-47




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