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Johannisfriedhof Nürnberg




Das Meer der Grabmale mit Blumenschmuck
© Evangelisch Lutherische Friedhofsverwaltung St. Johannis und St. Rochus

Beschreibung

Rosenmeer inmitten der Stadt

Der rund 9000 m² große, ummauerte Johannisfriedhof birgt ein Meer gleichartiger, vom Alter grau gewordener Sandsteinquader und von zahlreichen Pflanzen (besonders Rosen) inmitten der Stadt. Zwischen 2000 Grabsteinen ragen dabei die Holzschuher-Kapelle und die Johanniskirche hervor. Besonders prachtvoll erscheint der Friedhof, wenn die vielen Rosenbüsche in Blüte stehen – auch wegen dieses unvergesslichen Eindrucks ist in der Bevölkerung vom Rosenfriedhof die Rede. Vor lauter Blüten sieht man die für diesen Friedhof so besonderen kunstvollen Epitaphe dann manchmal erst auf den zweiten Blick. Die in Messing gegossenen Schriftzeichen oder Verzierungen sind Zeugnisse der heimischen Kunst sowie Zeichen des Stilwandels der verschiedenen Jahrhunderte.

Im Verlaufe der Zeit wurden viele Persönlichkeiten, darunter Prominente wie Albrecht Dürer ,, auf dem Johannisfriedhof begraben. Auch das von Krankheiten wie Lepra und Pest geprägte Nürnberg des Mittelalters bleibt durch den geschichtlichen Hintergrund des Friedhofs in lebendiger Erinnerung.


Lage

Der Friedhof liegt westlich der Nürnberger Stadtmauer an der Johannisstraße in St. Johannis, das seit 1825 als Stadtteil zu Nürnberg gehört.

Geschichte

Nachdem Lepra und Pest durch die Kreuzzüge eingeschleppt worden waren, entstanden auch in Nürnberg Leprosen- oder Siechenhäuser, welche dazu dienten, die Kranken abzusondern. Seit dem Laterankonzil 1179 durften diese Einrichtungen eine eigene Kapelle und einen eigenen Friedhof besitzen, so dass diese daraufhin als Begräbnisplatz der Kranken dienten. 1234 wurde erstmals der „Siechenkobel“ von St. Johannis, welcher Ursprung des heutigen Friedhofes ist, genannt. Eine Kapelle (1238) und die heutige Kirche (1317) wurden später erbaut. Als Folge vieler Pestjahre (1427, 1437, 1457, 1505, 1508) wurde der Friedhof um ein vielfaches erweitert. Letzte Erweiterungen im 18. und 19. Jahrhundert weiteten den Friedhof auf die heutige Größe aus – zu dieser Zeit spielte die Pest natürlich längst keine Rolle mehr. Noch heute wird auf dem Johannisfriedhof begraben.

Fotogalerie

Das Meer der Grabmale mit Blumenschmuck
© Evangelisch Lutherische Friedhofsverwaltung St. Johannis und St. Rochus
Grabmal für Ludwig Feuerbach mit Bronzeschmuck
© Evangelisch Lutherische Friedhofsverwaltung St. Johannis und St. Rochus
Blick auf die St. Johanniskirche
© Evangelisch Lutherische Friedhofsverwaltung St. Johannis und St. Rochus


Adresse:
Johannisfriedhof Nürnberg
Johannisstraße 55
90419 Nürnberg
Bundesland: Bayern

Öffnungszeiten:
April - September: 7 bis 19 Uhr.
Oktober - März: 8 bis 17 Uhr.

Literatur- und Internetquellen zum Weiterlesen:
  • Bund Heimat und Umwelt (BHU) (Hg.) (2007): "Historische Friedhöfe in Deutschland". Bonn. S. 40-41.




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