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Jüdischer Friedhof Aufhausen




Drei Grabmäler des Friedhofs
© Arbeitskreis Nördlinger Ries

Beschreibung

Friedhof im Schutze der Schenkensteinburg

Der jüdische Friedhof Aufhausen, zwischen zwei Hügeln und im Schatten der Ruine Burg Schenkenstein gelegen, ist eine Erinnerung an jüdisches Leben in Deutschland in der frühen Neuzeit. Der schon 1560 entstandene Friedhof ist dabei sowohl Symbol des Judenhasses als auch des Willkommen-Seins. Weil nämlich einige Gemeinden in der Region die Juden vertrieben hatten, wurden diese im Namen der Herren der Burg Schenkenstein in Aufhausen aufgenommen und fanden so eine neue Heimat.

Die 363 erhaltene Grabmäler stehen frei verteilt auf einer großen Weidefläche. Die Umfriedung aus Laub- und Nadelbäumen gibt der Anlage eine bedächtige Stimmung. Der historische Hintergrund und die schlichte Gestaltung machen diesen Friedhof definitiv zu einem ganz besonderen Ort.

Lage

Der jüdische Friedhof liegt zwischen zwei Hügeln der Bopfinger Alb im Bopfinger Stadtteil Aufhausen.

Geschichte

Kurz nachdem die in den umliegenden Städten Bopfingen und Nördligen ansässigen Juden vertrieben wurden, fanden sie in Aufhausen eine neue Heimat: Die Herren der Burg Schenkenstein nahmen die jüdische Gemeinde, welche zwischenzeitlich beinahe die Hälfte der Aufhausener Bevölkerung ausmachte, auf und gestatteten um 1560 die Anlage eines Friedhofes. 1658 stellten auch aus Baldern vertriebene Juden ihre von dort mitgenommenen Grabsteine auf dem Friedhof auf. Bis 1936 wurden auch Juden aus Bopfingen, Lauchheim, Ellwangen hier beigesetzt. Die letzte Beisetzung erfolgte 1940. Es sind 363 Grabsteine erhalten.

Fotogalerie

Drei Grabmäler des Friedhofs
© Arbeitskreis Nördlinger Ries
Die Grabmäler sind zum Teil der Landschaft geworden...
© Arbeitskreis Nördlinger Ries
Blick über den Friedhof auf die Ruine Schenkensteinburg
© Arbeitskreis Nördlinger Ries


Adresse:
Schenkensteinstraße (oberhalb des allgemeinen Friedhofs)
73441 Bopfingen

Bundesland: Baden-Württemberg

Öffnungszeiten:
durchgehend geöffnet

Literatur- und Internetquellen zum Weiterlesen:
  • Bund Heimat und Umwelt (BHU) (Hg.) (2007): "Historische Friedhöfe in Deutschland". Bonn. S. 40-41.




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